Die Völkerbrücke
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Unser Credo: Hilfe zur Selbsthilfe

Nach einem halben Jahrhundert Entwicklungshilfe für Afrika stehen wir heute vor einer traurige Tatsache: dem Kontinent geht es fast schlechter als vorher. Schlimmer noch: die herkömmliche Entwicklungshilfe hat den Kontinent zum unselbständigen Almosenempfänger erzogen. Deshalb sind wir der Meinung, dass Afrika bzw. Kamerun nur dann auf einen besseren Entwicklungskurs kommen kann, wenn es mehr Verantwortung übernehmen will. China und Indien haben in der Tat den Weg aus der Armut gewiesen und gezeigt, dass ein Land mit eigener Kraft wirtschaftlich vorankommen kann, und nicht unbedingt mit der ausgestreckten Hand. Die ist nur akzeptabel in Zeiten akuter Not, wenn humanitäre Hilfe geboten ist.

Warum sollte Afrika unterstellt werden, dass es einen solchen eigenen Weg nicht erfolgreich gehen kann? Es soll natürlich nicht heißen, dass der Hilfewillige abseits stehen sollte. Eine klare Aufgabenteilung müsste aber gelten.

Der richtigere Ansatz müsste sein, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Indem man Kindern die Schulausbildung ermöglicht, Frauengruppen bei der Vermarktung ihrer Ernte hilft, Jungendinitiativen von sportlicher, gesellschaftlicher oder kultureller Art unterstützt, zur Verlegung von Wasserleitungen oder Stromleitungen in einer Gemeinde beiträgt… Hilfeleistungen also, die darauf abzielen würden, Hilfesuchende auf eine selbständige und selbstbewusste Lösungsfindung für die eigenen Probleme vorzubereiten. Kurz formuliert: Bildung in materiellen Fortschritt umsetzen, das müssen die Afrikaner bzw. die Kameruner selber.

Deshalb hat sich unser Verein „die Deutsch-Kamerunische Brücke“ zum Ziel Gesetzt:

a) die Völkerverständigung und die internationale Freundschaft insbesondere zwischen dem deutschen und dem kamerunischen Volk zu fördern,

b) die kooperative Zusammenarbeit auf allen Gebieten des kulturellen, sportlichen und gesellschaftlichen Lebens zu fördern,

c) die Bildung und Unterhaltung von Städtepartnerschaften zwischen deutschen und kamerunischen Städten zu unterstützen und

d) die Begegnung Einzelner sowie Gruppen von Bürgerinnen/Bürgern der beiden Länder zu fördern.

Dieser Zweck wird insbesondere durch die Vermittlung der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden – dem deutschen und dem kamerunischen - Völkern verwirklicht. Der Verein fördert und unterstützt dabei sowohl die Aktivitäten aller interessierten Vereine, Institutionen und Verbände mit ähnlichen Zielen als auch die Verknüpfung von persönlichen Kontakten zwischen den Bürgerinnen und Bürgern der beiden Länder mit dem Ziel einer Vertiefung und Festigung gegenseitiger Beziehungen und Patenschaften. Die Vermittlung von Patenschaften und von Begegnungen zwischen deutschen „Paten“ und kamerunischen Schülern /Schülerinnen, Auszubildenden sowie anderen Jugendgruppen haben dabei einen hohen Stellenwert.